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Molens

Alkmaar wurde auf dem höheren Geestrücken, dem Kennemergeest, gebaut und ist von niedrig gelegenen Gebieten und Seen umgeben. Daher hat die Stadt viele Poldermühlen, die im Kampf gegen das Wasser zum Einsatz kamen. Darüber hinaus gibt es viele Mühlen mit einer etwas wirtschaftlicheren Funktion. Auf dem Stadtwall standen früher viele Mühlen, die aus Getreide Mehl erzeugten. Zu einem großen Teil verdankt die Stadt ihre Blüte diesen Mühlen. Erwähnenswert ist auch, dass in Alkmaar die erste Ölmühle der Niederlande gestanden hat. Viele Erfindungen auf dem Gebiet des Mühlenbaus haben hier stattgefunden.

Mühlen können, je nach Antriebsart, in drei Hauptgruppen eingeteilt werden: Rossmühlen, Wasser(schöpf)mühlen und Windmühlen. Der Alkmaarer Mühlenbestand zählt derzeit noch 12 Windmühlen, 2 davon sind Holländermühlen und 10 Poldermühlen (auch Grundsegler oder Erdholländer genannt).

Nachstehend finden Sie eine kurze Beschreibung der noch vorhandenen Mühlen in Alkmaar.

De EendrachtMühle “De Eendracht“ Poldermühle, runder aus Backsteinen gebauter Grundsegler aus dem Jahr 1771. Diese Mühle entwässerte durch „Trockenmahlen“ früher einmal den Eendrachtspolder im Schermerbusen. Infolge der Stadterweiterungen wurde die Mühle nahezu rundherum umbaut. Die Mühle wurde vor nicht allzu langer Zeit restauriert. Ein Schöpfrad aus Holz, das kennzeichnend für die Mühle ist, wurde angebracht.
 



De SluismolenMühle „De Sluismolen“ Poldermühle, Achtkant aus Eichenholz auf niedrigem Unterbau, Grundsegler aus 1575/2002. Diese Mühle entwässerte den „Grote Sluispolder“. In 2001 ist diese Mühle vollständig ausgebrannt, wurde aber im früheren Zustand wiederhergestellt.


De ViaanMühle „De Viaan“ Poldermühle, Achtkant aus Eichenholz auf niedrigem Unterbau, Grundsegler aus dem Jahr 1579. Zusammen mit einem elektrisch betriebenen Schöpfwerk entwässert diese Mühle noch heute einen großen Teil des Bergermeerpolders. Diese Mühle hat eine Müllerwohnung, die aber vermutlich nie bewohnt war.


De RobonsbosmolenMunniken-, Raven- und Robonsbosmühle Poldermühle, Achtkant aus Kiefernholz auf niedrigem Unterbau, Grundsegler aus 1781/1976. Die Mühle war bis 1981 Signalmühle des Schermerbusen. Dazu war in abgetakeltem Zustand (1931-1976) die Mühlenkappe mit einem Signallicht ausgestattet. Seit 1976 ist die Mühle äußerlich wieder komplett und bewohnbar eingerichtet.


De GeestermolenMühle „De Geestmolen“ Poldermühle, Achtkant aus Eichenholz auf niedrigem Unterbau, Grundsegler aus dem Jahr 1565. Die Mühle entwässerte den Geestmolenpolder des Seengebietes Egmondermeer im Schermerbusen. Anfang der sechziger Jahre ist im Polder und rund um die Mühle das Neubauviertel „De Hoef“ emporgeschossen. Dadurch ist die landschaftliche Bedeutung der Mühle völlig verloren gegangen.



Molen van PietMühle „Molen de Groot / Molen van Piet“ Getreidemühle, runde steinerne Holländermühle aus dem Jahr 1769. In 1769 ersetzte diese große steinerne Mühle „de Groot“ drei hölzerne Bockwindmühlen. In 1884 kommt die Mühle in den Besitz des Herrn C. Piet und weil die Mühle schon sehr lange im Familienbesitz ist, wird sie auch "Molen van Piet" genannt.




't Roode HertMühle „’t Roode Hert“ Getreidemühle, achtkantige Holländermühle aus dem Jahr 1748. Die Getreidemühle „’t Roode Hert“ hat eine reiche Geschichte. Nachdem sie zweimal abgebrannt war, steht in 1925 wieder eine Getreidemühle an derselben Stelle. Es ist die frühere Reismühle (zum Schälen von Reis) „Witte Klok“, die seit 1748 an der Südseite der Zaanse Schans in Zaandam stand.




De GeestmolenMühle Ambachtsmolen "achter Oudorp" Wassermühle, Grundsegler aus dem Jahr 1632. Diese Mühle entwässerte den Raaksmaatsbusen. Dabei handelt es sich um eine so genannte Streichmühle/ Mühle im Mahlbusen. Durch den geringen Höhenunterschied wurde das Wasser nicht geschöpft, sondern „strich“ die Mühle das Wasser geradezu weg.



Strijkmolen DDie 4 Streichmühle von Oudorp Wassermühlen, Grundseiler erbaut zwischen 1627 und 1630. Entlang der Molenkade standen früher insgesamt sechs Wassermühlen. Die Mühlengruppe ist bekannt als „De Zes Wielen“. In 1688 ist die östlichste der Mühlen durch einen Brand zerstört und nicht wieder aufgebaut worden. Die westlichste der Mühlen wurde demontiert, um im Freilichtmuseum in Arnheim wieder aufgebaut zu werden. Durch eine englische Bombe findet die dort gelagerte Mühle jedoch sein Ende.



Diese Streichmühle entlang der Molenkade sind nicht nur aus kulturhistorischer Sicht von Bedeutung, sondern bilden gemeinsam ein Geleit zum Stadtteil Zeswielen und Hoornseweg. Auch die „Molen van Piet“ und die Viaanse Mühle bilden durch ihre Situierung (bei Knotenpunkten/Eingängen) strukturbestimmende Bauwerke.
De Gouden Engel 2Strijkmolen E2Strijkmolen D2De Robonsbosmolen 2